Mittwoch, 9. September 2009

Tag 7 - 8. September

Ich habe mir gestern extra den Wecker gestellt, damit ich ja um acht fertig bin, wenn wir zum Büro fahren. Um dreiviertel acht bin ich dann fertig in der Küche gesessen. Allein. Ich war die einzige die schon munter war. Ich habe dann in Ruhe gefrühstückt und nach einer Stunde hat Carlos ein Taxi für uns und Chantell gerufen.
Zuerst sind wir zu einem Bäcker gefahren und haben eine Art Sandwich mit Schinken gekauft. Dann sind wir mit dem Auto von meiner Gastmama zum Büro gefahren. Meine Gasteltern arbeiten in einer Konstruktionsfirma (ich glaube die Firma gehört ihnen sogar).
Chantell und ich haben, während Carlos gearbeitet hat, im Büro von meinem Gastpapa gewartet. Die kleine hat ferngeschaut und ich habe geschlafen, weil ich so früh aufgestanden bin.
Nach zwei Stunden haben wir meine Gastmama und Gastoma irgendwo abgeholt und sind dann zu Tony Roma’s essen gegangen. Ich hab mir gebackene Shrimps bestellt, so lecker. Als Vorspeise hat es Mozzarellasticks und Kartoffeln mit Käse und Schinken überbacken gegeben. Zum Schluss haben wir uns Schokokuchen mit Eis und Schlag bestellt, so etwas Gutes hab ich schon lange nicht mehr gegessen.




Als wir wieder daheim waren, habe ich mich ins Bett gelegt, weil ich ein bisschen fernsehen wollte, aber Chantell ist auch auf die selbe Idee gekommen und hat sich auf mich im Bett gelegt und ist auf mir herum gehüpft. Eine halbe Stunde habe ich mitgespielt und dann hab ich sie in ihr Zimmer geschickt.
Später hat mich Carlos noch abgeholt und wir sind zu Karlas Haus gefahren, wo schon viele von seinen Freunden waren. Hat total viel Spaß gemacht, bis wieder der Strom aus war, und wir dann ohne Musik im Dunkeln gesessen sind. Irgendwann sind dann Licht und Musik wieder gegangen und dann sind wir aber schon nach Hause gefahren, weil es halb eins war.

Dienstag, 8. September 2009

Tag 6 - 7.September


Heute ist hier nicht viel passiert: Adriana wollte mich zum Schwimmen abholen, aber ich habe gerade mit einer Freundin telefoniert und ihr gesagt, dass ich sie anrufe, wenn ich fertig bin. Aber dann ist Chantell in mein Zimmer gekommen und sie wollte natürlich, dass ich mit ihr spiele. Dann haben wir eben den ganzen Vormittag gespielt und dann hat meine Gastoma uns zum Essen geholt. Es hat Reis mit Hühnchen und eine Art pikante Palatschinken mit Kräutern und Käse gegeben!
Dann ist Adriana noch einmal vorbeigekommen, hat eine Kleinigkeit gegessen und wir sind dann zusammen zu Karlas Haus gegangen. Hinter ihrem Haus hat sie einen Pool, der eigentlich zu warm ist, weil er keine richtige Erfrischung ist. Aber wir sind trotzdem die ganze Zeit im Pool geblieben. Adriana hat mich dann einmal kurz nach Hause begleitet, weil ich meine Eltern und meine Schwester anrufen wollte. Nachher sind wir aber wieder zu Karlas Pool gegangen.


Pool bei Karla


Um sieben ist auch Carlos vorbeigekommen und er hat mich ein wenig später nach Hause gebracht, wo Chantell schon mit Uno Karten und einem weiteren Puzzle auf mich gewartet hat.
Während dem Spielen ist meine Gastmama dann ins Zimmer gekommen, weil sie mich was fragen wollte. Sie hat ihren Laptop dabei gehabt und hat dann das was sie sagen wollte auf Spanisch in den Google Übersetzer getippt und klarerweise sind nicht ganz Englische Sätze rausgekommen. Sie wollte wissen, ob ich am nächsten Tag mit ins Büro fahren möchte. Ich hab ja gesagt, weil ich sowieso nicht gewusst hätte, was ich am nächsten Tag tun sollte.
Nach einer weiteren Stunde mit Chantell hab ich sie dann in ihr Zimmer geschickt, weil ich so müde war.

Montag, 7. September 2009

Tag 5 - 6.September



Heute hab ich mit Chantell ein leckeres Omelette mit Käse und Schinken gefrühstückt. Dann hat uns unsere Gast-/Mama mit der restlichen Familie und ein paar Freunden von Carlos ins Auto eingepackt und wir sind zu einem Strand in Santa Cruz ungefähr eine halbe Stunde von Lechería entfernt gefahren. Aber da meine Gastmama schon lange nicht mehr dort war, sind wir uns dreimal verfahren!
Aber dafür war der Strand wie das Paradies, überall Palmen und das Meer klar und sauber.



Der Strand von Santa Cruz

Der Strand war zwar eigentlich sauber bis auf einige Bierdeckeln und Glasscherben.
Das Wasser war so schön angenehm, aber es hätte ruhig auch ein paar Grad kälter sein können. Wir haben dann eine Sandburg mit meiner Gastschwester gebaut und haben sie mit Steinen und Muscheln aus dem Meer verziert.


Chantell

Der ganze Tag war wunderschön und die Sonne hat auch den ganzen Tag geschienen!
Am Abend sind wir wieder alle zusammen heimgefahren, aber wir haben dafür zwei Stunden gebraucht, weil die Straße zurück nach Lechería und Puerto La Cruz voll mit Autos war und deshalb sind wir teilweise nur im Schritttempo vorangekommen. Am Straßenrand stehen immer wieder Leute, die Sachen verkaufen. Wir haben jemanden zum Auto gewunken und haben dann zwei frittierte Palatschinken mit Zucker gekauft und gleich verspeist. Die waren nicht einmal so schlecht!
Zuhause habe ich dann bemerkt, dass Carlos noch nicht da ist, weil sein Auto am Heimweg kaputt gegangen ist. Er ist dann noch einmal zwei Stunden später heimgekommen.
Ich habe dann mit Chantell Pizza gegessen und heimlich Schokoröllchen aus der Küche für uns geholt.
Zusammen haben wir dann Dame gespielt, und sie hat versucht mir die Regeln zu erklären, aber ich glaube, sie hat einfach neue erfunden. Nachher hat sie noch ein Puzzle geholt und das haben wir noch wir dem Schlafen gehen zusammengebaut.

Sonntag, 6. September 2009

Tag 4




Heute bin ich von meiner Gastmama geweckt worden, und sie hat dann versucht mir irgendetwas zu sagen oder mich etwas zu fragen, aber ich hab sie einfach nicht verstanden. Dann habe ich mein „Ohne-WörterBuch“ (=Bilderbuch) ausgepackt und sie hat mir gezeigt, dass wir jetzt zu einem Supermarkt fahren, damit wir Duschgel und Haarshampoo kaufen. Die kleine Chantell ist dann natürlich auch mit und im Supermarkt wollte sie dann alles in den Einkaufswagen geben.
Nach ziemlich viel mit Hand und Fuß reden, sind wir dann wieder nach Hause und haben mit meiner Gastoma zu Mittag gegessen. Zuerst gab es eine Suppe mit Fleisch und nicht identifizierbarem Gemüse (die mir aber nicht so geschmeckt hat) und dann leckere Hendlstreifen und Salat.

Ausblick aus meinem Zimmer



Am Nachmittag sind Carlos und ich dann zu einer Freundin zum Baden gefahren und hatten jede Mengs Spaß. Zwei von ihnen, Ariana und Dorian, sind dann in den Kanal gehüpft. Igitt!




Am Abend hat mir dann Chantell jede Menge Familienfotos gezeigt, wie alle noch ganz klein waren und Andres in der Schule Flamenco getanzt hat. Später haben wir zwei dann Indiana Jones auf Spanisch angeschaut, aber ich war so müde dass ich eingeschlafen bin!

Tag 3

Bin heute wieder erst um 10 aufgestanden und wollte dann auch gleich nach den anderen sehen, aber die haben alle noch tief und fest geschlafen. Also bin ich dann alleine in die Küche und habe mir mein Frühstück gemacht.
Ich habe dann auch meinen zweiten Koffer ausgepackt und einen Schutzengel mit einer Nachricht von meiner Familie und ein Geburtstagsgeschenk (das ich aber erst am 8. Oktober aufmachen darf) gefunden. Danke!
So gegen Mittag sind dann Carlos und ein paar Freunde von ihm aufgewacht und weil am Abend meine Gasteltern von Mexiko heimkommen, haben wir noch das Auto gewaschen.
Zu Mittag sind wir nicht zu Burger King, sondern die Köchin hat eine Art Lasagne mit Hühnchen für uns gemacht. Den Nachmittag über war ich alleine zuhause, weil mein Gastbruder zu Freunden ist, aber ich so müde war vom Jetlag, dass ich geschlafen habe.
Am Abend dann sind meine Gasteltern und Gastgroßeltern und die kleine Chantell zurückgekommen. Wie ich aus meinem Zimmer raus bin, habe ich sie schon gesehen und sie hat mich auch gleich gedrückt, obwohl sie laut Carlos und Andres ziemlich schüchtern ist. Der Rest der Familie hat mich auch so herzlich empfangen und ich fühle mich schon immer mehr zuhause.
Dann war auf einmal der Strom aus (das passiert hier öfter) und Chantell und ich haben zusammen auf ihrem neuen Nintendo DSi gespielt!
Nachdem der Strom wieder da war (so nach einer Stunde) sind Carlos und ich mit Freunden zu einem Club, der innen wie ein Schiff ausschaut, gefahren, wo eine Band gespielt hat, die sie alle hier kennen und die angeblich berühmt ist. Die Musik klingt aber nur nach Laut und Lärm und da ist überhaupt kein Rhythmus oder Takt zu erkennen :D. Carlos hat mich vorher der Band vorgestellt, weil er alle gut kennt. In der Pause haben sie mich dann ganz laut durchs Mikro begrüßt „ Dónde Austria?“ Carla hat mich dann nach vorne „gezerrt“, damit mich eh alle sehn.
Nachher hat mich mein Gastbruder heimgebracht, weil ich so müde war (war eh schon 2 in der Nacht, aber in Österreich halt schon halb 7 oder so) und er ist nachher wieder zu Freunden.

Samstag, 5. September 2009

Tag 2

Heute bin ich schon um acht in der Früh aufgewacht und bin dann in die Küche gegangen, weil ich da etwas gehört habe. Es waren die Köchin und die Putzfrau von der Familie, für mich total komisch, weil die mich bedient haben und mir gleich alles hingestellt haben und ich mich nur hinzusetzten brauchte. Ich habe dann ein Sandwich mit Butter bekommen, das Brot hier schmeckt nach Bohnen.
Nachher bin ich wieder in mein Zimmer und habe den ersten Koffer ausgepackt und alles eingeräumt. Irgendwann bin ich dann mit Carlos und ein paar Freunden zum Burger King gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. (Ich hoffe, dass das nicht immer so sein wird). Danach sind wir nur noch mal schnell nach Hause unsere Schwimmsachen holen und dann ab zu einer Freundin. Die wohnt in einer angelegten Wohnlandschaft mit Kanälen (und dort stehen die Yachten von denen) und man kann nur hinein, wenn man sich identifiziert und auch beweisen kann, dass man jemanden besuchen möchte. Zusammen sind wir dann in den Pool, aber das war überhaupt keine Erfrischung, weil das Wasser viel wärmer als die Luft herausen war. Bis um 10 in der Nacht sind wir im Pool gelegen haben uns mit eiskaltem Wasser aus dem Schlauch abgekühlt und hatten viel Spaß.
Nachher sind wir alle zusammen zu Carlos nach Hause und haben noch bis 1 oder so gequatscht.

Donnerstag, 3. September 2009

Flug

Gestern habe ich mich noch ein letztes Mal mit meinen Freunden getroffen und geredet und einfach nur den schönen Nachmittag genossen. Aber dann musste ich mich noch verabschieden – war nicht so leicht. Zuerst habe ich gedacht, dass es mir nicht so schwer fallen wird, mich von meinen Freunden zu verabschieden, aber dann wie sie alle da waren und alle Tränen in den Augen hatten, habe ich ein wenig mehr begriffen, dass ich dann ein Jahr nicht in Österreich sein werde, und keine blöden Scherze und Witze zu Ohren bekomme.
Am Abend ist noch Carina vorbeigekommen, und obwohl meine Eltern gesagt haben, wir sollen schlafen, haben wir die 3 Stunden lieber zum quatschen genützt.
Um 2 in der Nacht am 2.9. sind wir dann mit vollem Kofferraum (immerhin zwei riesige Koffer, ein großer Rucksack und noch ein kleinerer Handtrolley) in Richtung Wien Schwechat gefahren.


Natürlich waren wir viel zu früh dort und eigentlich wollten wir meine beiden großen Koffer noch einfolieren lassen und dann gleich aufgeben, aber der „Wickelstand“ hat erst um halb 6 aufgesperrt…. Deswegen sind wir noch ein bisschen frühstücken gegangen und haben die letzten eineinhalb Stunden zusammen genossen. Dann endlich waren die Koffer mit Plastik eingekleidet, und auch schon eingecheckt. (Natürlich mit Übergepäck 1 x 25,5 und 1 x 26,7, aber ich war mit dem Gewicht eigentlich sehr zufrieden, weil ich zwei Tage davor schon beide Koffer fix und fertig gepackt habe, nur dann hat mir die Waage einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil die Koffer je knapp 30kg wogen, und aber nur je 23 erlaubt sind. Ich habe diese dann noch drei mal komplett ausgepackt, nochmals sortiert und nochmal eingepackt…)
Dann war der große Abschied vom Mama, Papa, Theresa und Carina an der Reihe. Ich hasse Abschiede, jeder hat geweint und nicht wirklich gewusst was jetzt dann kommt. Ich hab alle nochmal umarmt und dann bin ich Richtung Gate C hineingegangen, mich noch zwei Mal umgedreht und mit verweintem Gesicht ein letztes Mal gewunken.
Danach habe ich mein Gate gesucht, auch erfolgreich gefunden und habe mein Handgepäck mit einem Lächeln in die Kisten zum Durchleuchten gehoben (innerlich gehieft, weil mein Rucksack alleine schon 12 kg gewogen hat und der kleine Trolley nochmal 19kg).
Nach dem Sicherheitscheck, habe ich dann noch eine halbe Stunde aufs Boarding gewartet und hab dann einen super Fensterplatz ergattert! Im Flieger hat es dann frische, sogar noch warme Croissants zum Frühstück bekommen. Den Rest habe ich verschlafen :)
In Pariser Flughafen Charles de Gaulle habe ich einmal gestaunt: sooooooooo ein riesiger Flughafen, da würde ganz Leoben mindestens 5 Mal nur in Gate 2 hineinpassen! Nach also einer kurzen Wanderschaft durch fast den ganzen Flughafen (ist mir zumindest so vorgekommen), habe ich, nach dreimaligem nach-dem-Weg-fragen, endlich mein Gate gefunden. Weil doch viele Leute nach Caracas wollen, haben wir alle ungefähr eine dreiviertel Stunde angestanden und dann war ich endlich im Flieger. Wow ist der groß, zwei Etagen und pro Etage 3 + 4 + 3 Sitze. Eigentlich hätte ich ja am Rand sitzen sollen (laut Bordkarte, aber da ist dann eine Familie gesessen und ich hab mich zu einer 23 jährigen Holländerin gesetzt, die in Caracas ihren Freund besucht). Ich habe mich ja schon auf ein bisschen Schlaf gefreut, aber es war so extrem kalt im Flieger, dass ich mir gleich am Anfang drei Decken besorgt habe und es waren auch ein paar Babies an Board, und die haben in einer Tour geschrien. Nachdem ich das Schlafen abgeschrieben habe, wollte ich eigentlich Film schauen, die bei Langstreckenflügen immer dabei sind. Den ersten Film habe ich erst eine Woche vorher im Kino gesehen und hätte ihn auch angeschaut, wenn er nicht nur in Spanisch und Französisch mit englischem Untertitel abgespielt worden wäre. Irgendwie habe ich die neun Stunden dann überstanden und bin in Caracas aus dem Flieger und die Luftfeuchtigkeit hätte mich fast umgehaut :).
Danach habe ich mich eine halbe Stunde beim Visum-herzeige-Schalter (Immigration) angestellt und dann gleich meine Koffer geholt und bin nach draußen und hab mich mal umgeschaut wo mein Gastbruder sein könnte. Er und einer von Rotary haben ein riesiges Schild mit meinem Namen in die Höhe gehalten, damit ich sie eh gleich finde. Nach ein paar Umarmungen sind wir dann vom Internationalen zum Nationalen Flughafen gegangen, haben mein Gepäck abgegeben und sind zu unserem Gate gewandert.
Nach einiger Zeit sind wir dann in den Flieger nach Barcelona gestiegen und haben gewartet und gewartet, weil irgendein Problem mit dem Flughafen war. Egal, wir sind dann irgendwann angekommen, zum Auto gegangen und nach Hause gefahren. Dort waren viele Freunde von Carlos und haben eine kleine Willkommensparty für mich organisiert. Die sind total freundlich und einer hat mir immer übersetzt. Ich habe ihnen dann auch einige Wörter versucht beizubringen, wie Österreich, Oachkatzlschwoaf, …
Um halb neun oder so (in Österreich wäre es schon vier in der Früh gewesen) bin ich dann todmüde ins Bett gefallen und habe geschlafen.