Donnerstag, 25. Februar 2010

Tag 175 - 23. Februar

Heute hatten wir nur ein paar Stunden in der Schule, deswegen durften wir alle früher nach Hause gehen. Am Nachmittag war ich wieder auf der Universität beim Kurs und danach holten mich Daniel und David ab und wir fuhren ins Fitnesscenter. Ich werde morgen so einen Muskelkater haben, weil ich schon so lange nichts mehr gemacht habe.

Als ich zurückgekommen bin, plauderte ich noch ein bisschen mit meiner Gastmama und fragte sie, ob sie nicht ein gutes Wort bei ihrer Schwester in Valencia einlegen könnte, damit ich sie einmal besuchen könnte. Sie sagte, dass sie da gar nicht zu fragen braucht, weil ihre Schwester sicher überglücklich ist, dass ich überhaupt kommen möchte.

Tag 174 - 22. Februar

Heute nachmittags rief mich Pamela von der Universität an und sagte mir, dass der Professor krank ist, aber dass wenn ich will ich den Kurs morgen nachholen kann.

Am Abend holte mich Joe ab und wir fuhren nach Barcelona zum Clubhaus. Alle freuten sich mich zu sehen, wir redeten wieder viel und ich erzählte ihnen von meinem Wochenende. Dieses Mal aßen wir vor dem Meeting und ich half wieder beim Austeilen und beim Zusammensammeln des Geschirrs später. Beim eigentlich Meeting besprachen die Rotarier dann die kommenden Veranstaltungen; am Samstag wird es ein „Lachseminar“ geben und im März dann ein Golfturnier. Heute waren auch ein paar Rotarier vom Club in Lechería da, die mich dann auch zu einem ihrer Treffen einluden. Ich werde nächste Woche einmal dabei sein, und kommenden Montag gibt es ein spezielles Essen, weil der Rotaryclub Barcelona sein 45 jähriges Bestehen feiert.

Tag 173 - 21. Februar

Heute stand ich (für einen Sonntag) ziemlich früh auf und machte mich fertig, da Guillaume mir gestern gesagt hatte, dass wir heute ziemlich früh zum Strand fahren werden. Dieses „früh“ war aber dann doch auf einen Sonntag angepasst und neun holten Daniel, seine Mama und Guillaume mich ab. (Daniel war der Gastbruder von Oscar). Zuerst fuhren wir noch eine Runde in Lechería um Getränke, Brote und Käse zu kaufen.

Danach ging es auch schon nach Puerto La Cruz zum Paseo Colon. Dort traf ich dann endlich Guillaumes Familie! Sie waren extra aus Frankreich gekommen um ihn zu besuchen: Papa, Mama, Schwester und Bruder (Namen weiß ich leider nicht mehr, weil diese so schwer zu merken waren).


Daniels Mama kaufte inzwischen die Tickets für die Fähre auf die Insel Puinare im Nationalpark Mochima. Wir warteten noch auf zwei weitere Freunde und dann fuhren wir mit einem Boot zur Insel. Normalerweise ist der Strand dort ziemlich voll, aber heute hatten wir Glück und am Vormittag waren nur wenige andere am Strand.


Mit Guillaumes Familie konnten wir uns alle problemlos auf Spanisch unterhalten, weil sie alle Sprachkurse in der Schule bzw. auf der Universität hatten.

Das Wasser war erfrischend und die Sonne brannte unerbittlich vom Himmel (weswegen ich auch oft unter dem Schatten spendenden Schirm gesessen bin).

Wir spielten Strandball und fuhren abwechselnd mit einem Kajak eine kleine Runde in der Bucht; wir mussten dafür nicht bezahlen, weil Daniel den Besitzer gut kennt und er darf sich das immer umsonst ausborgen.

Daniels Mama bereitete uns dann allen lecker Sandwiches, die wir mit großem Genus und Hunger aßen.

Guillaume und seine Familie werden morgen noch für ein paar Tage auf die Insel Margarita fahren um die Tage vor der ihrer Abreise noch zu genießen.

Tag 172 - 20. Februar

Heute Vormittag holte mich Alexandro ab, und musterte zuerst einmal meine Flipflops. Er meinte ich solle mir doch feste Schuhe anziehen, weil wir ein bisschen gehen werden. Gesagt, getan.

Wir holten dann noch Elena und einen anderen Freund ab und gingen dann zusammen in die Richtung wo Alexander wohnt. Aber wir gingen dann dabei vorbei und ich war ein bisschen verwirrt, da ich dachte, dass wir gleich zum Pool gehen. Elena erklärte mir dann, dass wir zuerst ein bisschen spazieren gehen, nach El Moro. (Das ist der Berg in Lechería, von dem man die ganze Stadt aus sehen kann und da geht man auch eine Weile bis man dort ankommt.) Ich wusste das nicht, und deswegen hatte ich auch die Flipflops zuerst an. Wir gingen wieder an der Mauer mit der venezolanischen Flagge und am Plaza Lechería vorbei. Meine Schuhe fingen dann an wirklich weh zu tun und zu reiben. Ich wechselte also wieder auf meine Flipflops um und schon gingen wir weiter. Bald kamen wir am Plaza Simon Bolivar und am Playa Lido vorbei, von wo man aus schon El Moro sehen kann.


Wir sind am Strand spaziert und sie Sonne brannte vom Himmel und es war außer heiß, nur heiß. Leider fingen die anderen Schuhe dann auch zu reiben an und ich konnte bald nicht mehr gehen, weil mir meine gesamte Fußsohle wehtat.

Da die anderen noch nicht invalid waren, schlug ich vor mit einem Taxi nach Hause zu fahren, damit die anderen weitergehen konnten und wenn sie bei Alexander zuhause ankommen würde, sollten sie mich anrufen und ich würde dann zu ihnen kommen. Sie sagten dann, dass wir zusammen fahren und gleich zusammen zum Pool gehen werden. Wir riefen uns also ein Taxi und fuhren zur Residenz.

Dort angekommen warfen wir uns alle in den kühlen Pool und spielten ein bisschen mit einem Ball. Wir hatten so viel Spaß und unterhielten uns super und sie werden mich in Zukunft immer anrufen, wenn sie etwas unternehmen, weil meine Klassenkameraden nie etwas unternehmen und immer nur lernen.

Elena und ich schliefen dann am Pool ein und die anderen holten inzwischen einen CD-Player und hörten Musik.

Da wir heute von drei bis sechs am Nachmittag keinen Strom haben werden, fragte uns Alexanders Mama, ob wir nicht zum Grillen bleiben wollen. Wir waren total begeistert von der Idee und sie fuhr dann auch schon los, um Fleisch und Brot zu besorgen. Als sie zurückkam, halfen wir alle zusammen das ganze Essen und Trinken hinunter in den Garten zum Grillplatz zu tragen, wo Alexanders Papa auch schon das Feuer entfacht hatte. Nur kurze Zeit später waren die ersten Hamburger fertig, die wir sogleich hungrig verschlangen.

Wir wollten am später am Abend noch ins Kino gehen, und deswegen riefen wir unsere Gasteltern an, um uns abzuholen. Meine Gasteltern konnten nicht, und Elenas auch nicht, aber die Eltern von einem Freund, der auch hier war (ich hab seinen Namen vergessen...), haben uns dann abgeholt.

Nachdem wir ewigst lange auf seine Eltern gewartet hatten, und ich endlich zuhause war, musste alles schnell gehen. Schnell duschen, schnell anziehen, alles schnell. Da ich aber noch ein bisschen Zeit hatte, probierte ich meine farbigen Kontaktlinsen aus, und ehe ich sie wieder herausnehmen konnte, läutete mein Telefon. Es war Alexander, der vor der Türe stand um mich anzuholen.


Wir machten uns auf den Weg zu der Residenz, wo Elena wohnt. Kurz bevor wir ankamen, trafen wir Guillaume und Daniel (Oscars ehemaliger Gastbruder). Guillaumes Familie aus Frankreich war gekommen um ihn zu besuchen. Ich freute mich total, dass ich die beiden wieder einmal zu Gesicht bekommen, da Guillaume in Anaco wohnt (das ist ein bisschen entfernt) und ich mit Daniel wegen dem Fitnesscenter reden wollte. Sie luden mich auch ein morgen mit ihnen zum Strand zu gehen, worüber ich mich natürlich freute. (Nicht nur weil wir etwas zusammen machen werden, sondern auch weil wir zum Strand gehen werden).

Als wir dann Elena abgeholte hatten, holten wir auch Genesis ab und gingen zum Plaza Mayor. Dort waren auch schon andere aus unserer Schule, die sich den gleichen Film anschauen wollten.

Während sich die anderen bei der ewig langen Schlange zum Popcorn kaufen anstellten, kauften Elena und ich uns je eine neue Bluse und halfen den anderen dann beim Popcorn und Getränke tragen.


Im Kinosaal musste ich dann feststellen, dass der Film auf Spanisch ist, was sehr verwunderlich ist, da die meisten Filme auf English mit spanischem Untertitel sind. Aber ich habe so gut wie alles verstanden!!!
Als der Film zu Ende war, war es schon nach 12, gingen wir alle zu McDonald’s, weil Elenas Gasteltern uns dort abholten.

Montag, 22. Februar 2010

Tag 171 - 19. Februar

Heute in der Schule war wiedermal nicht viel los, und am Nachmittag auch nicht.

Am Abend rief mich Genesis an und fragte mich, ob ich nicht mir ihr und ein paar anderen mitgehen möchte um etwas zu essen. Ich hatte zwar schon gegessen, aber sagte trotzdem ja.

Eine halbe Stunde später wurde ich abgeholt und wir fuhren zu einem kleinen Restaurant. Die anderen bestellten sich Fleisch-Gemüse Wraps und ich trank einen frischen Guavensaft.


Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zu Alexanders Residenz, die in der Nähe liegt. Wir machten inzwischen noch ein paar Fotos an einer Wand, die wie die venezolanische Flagge bemalt ist.


In der Residenz „Arbol para vivir“ („Baum zum Leben“) staunte ich nicht schlecht, denn das Gebäude, oder was immer es auch war, sah einfach nur künstlerisch und anders aus, als andere Häuser.


Alexander zeigte uns das ganze Gebäude und von einer Dachterrasse konnten wir sogar fast ganz Lechería sehen. Wir gingen bis nach ganz oben und kletterten dann über eine kleine Leiter hinauf auf eine 2 mal 3 Meter kleine Plattform ohne Geländer, wo auch die Fernsehantenne stand. Ich traute mich zuerst nicht, aber dann gab ich mir einen Ruck und auch wenn ich auf der Plattform ein bisschen Angst hatte, war die Aussicht es doch wert.


Als wir wieder am Boden waren, gingen wir zum Pool, hörten ein bisschen Musik, redeten und chillten bis spät in die Nacht. Elenas Gastpapa holte uns dann um drei in der Frühe ab und brachte uns nach Hause.

Tag 170 - 18. Februar

Heute durfte ich in der Schule einmal normales Gewand anziehen und musste nicht die Schuluniform tragen. Während der Englischstunde holte mich eine Lehrerin, die mich in den Garten brachte, wo auch schon die anderen Königinnen warteten. Es wurden ein paar Fotos von uns gemacht und danach schrieben die Lehrer noch unser Alter, Sternzeichen und Hobbies auf. Da mir mein Sternzeichen nicht auf Anhieb auf Spanisch einfiel, mimte ich eine Waage und im selben Moment fiel mir das spanische Wort dazu ein. Bei den Hobbies sagte ich, dass ich gerne Ski fahre, dabei sah mit die Lehrerin an und sagte: „Du bist aber nicht von hier, oder?!“ (Sie hatte mich vorher nicht meine blauen Augen gesehen :) ) Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, und sagte ihr dann noch dass ich auch gerne tauche. Da sah sie mich noch einmal an und lachte nur.

Danach ging ich wieder in die Englischstunde, in der wir einen Film anschauten.

Zuhause hatten wir wieder keinen Strom und so beschloss ich eine Runde zu schlafen. Später rief ich meine Eltern in Österreich an und packte die Schulsachen für morgen. Bei der Tauchschule rief ich auch noch an, aber die Lehrerin Nancy ist leider krank, aber ich kann nächstes Wochenende wieder tauchen gehen.

Tag 169 - 17. Februar

Heute in der Schule war nicht viel los, außer, dass wir wieder einen mehrstündigen Stromausfall hatten und Leilani mir sagte, dass ich morgen in „normalem“ Gewand in die Schule kommen darf. Ich wusste zuerst nicht genau warum und weswegen, aber sie erklärte mir, dass morgen Fotos von den Königinnen der Klassen gemacht werden und deswegen dürfen wir uns ein bisschen herausputzen.

Ich wusste aber noch immer nicht, was sie hier unter „normalem“ Gewand verstehen, da sie sich immer extrem herrichten und stylen hier.

Am Nachmittag brachte mich Karen zur Universität. Ivar kam dieses Mal nicht, aber er hatte mir auch nicht Bescheid gegeben, sonst hätten wir den Kurs verschoben. Nach dem Sprachkurs rief ich Karen an, damit sie mich abholen kommen würde. (Ich hatte ihr aber vorher schon gesagt, dass ich um halb fünf fertig sein werde.) Nach einer halben Stunde des Wartens kam sie dann auch und brachte mich zum Plaza Mayor. Ich sah mich ein bisschen um und kaufte mir neue Schuhe, weil meine schön langsam kaputt gehen. Ich fragte auch in ein paar Geschäften nach, ob sie Uhren zum Tauchen haben, aber irgendwie hatte keiner Tauchuhren. (Ich wollte ja keine Tauchuhr, sondern einfach eine Uhr, die ich auch zum Tauchen benutzen kann und die bis 40 Meter wasserfest ist.) Ich gab dann auf und rief Karen an, damit sie mich nach Hause bringt. Sie sagte, sie wäre gleich bei mir. Nach einer Stunde (!) kam sie dann endlich, ich war ein bisschen sauer, weil sie es mir auch hätte sagen können und dann wäre ich mit einem anderen Taxi gefahren.

Um acht war ich dann endlich zuhause und richtete meine Sachen für den morgigen Tag her und spielte ein bisschen mit meiner Gastschwester.

Da ich dann nicht einschlafen konnte, schaltete ich den Fernseher ein und sah mir die Olympiade in Vancouver an. Dort lief gerade der Zweier-Bob Wettbewerb. Eigentlich interessiere ich mich nicht so wirklich für das Bobfahren, aber da sonst nichts anderes lief schaute ich da weiter.

Es war schon der zweite Durchgang und der Kommentator sagte dann, das Österreich beim ersten Durchgang am Schnellsten war und deswegen jetzt als letztes fährt (ist doch klar, oder?!). Ganz am Ende fuhren also unsere Österreicher den Eiskanal hinunter und holten das erste Gold bei der Olympiade!! Ich wäre am liebsten durch das ganze Hause gehüpft und getanzt, aber da es mitten in der Nacht war, musste ich mir das verkneifen. Vollgepumpt mit Adrenalin schlief ich dann ein.