Heute am Nachmittag ging ich wieder zum Kurs an der Universität, Ivar kam aber nicht, weil er noch immer in der Gran Sabana ist.
Am Abend wollte ich eigentlich zum Rotary Meeting fahren, aber da Joe in Caracas ist und Luis nicht abhob, hatte ich keine Möglichkeit nach Barcelona zu kommen.
lest hier, wie es mir gerade geht, was ich unternehme und wie man in venezuela als austauschschüler lebt
Freitag, 5. März 2010
Tag 180 - 28. Februar
Nach dem Mittagessen fuhren meine Gastmama, meine Gastoma, Chantell, zwei Freunde von ihr und ich zum Plaza Mayor. Dort gingen wir ins Bowlingcenter, nahmen uns eine Bahn und schlüpften in die speziellen Bowlingschuhe. Meine Gastmama und Gastoma schauten aber nur zu und feuerten uns an.
Während wir spielten, bestellten wir uns auch Getränke und ich bekam einen meiner geliebten Cesar-Salate. (Die anderen aßen Empanadas.) Den Kleinen zuzusehen war einfach köstlich! Sie warfen eher die Kugeln und taten sich ein bisschen schwer. Einige Male stolperte einer von Chantells Freunden und rutschte ein paar Meter auf der Bowlingbahn entlang.
Wir spielten eine Stunde lang und ich bin mir sicher, dass sich nicht nur die Kleinen amüsiert haben!
Während die anderen noch zu den Spielautomaten gingen, drehte ich eine Runde im Plaza Mayor, um mein Handy-Guthaben aufzuladen. Ich sah mich auch ein bisschen wegen einer Bluse um, aber fand keine, die mir gefiel.
Meine Gastmama schrieb mir eine SMS, dass sie jetzt schon am Rummelplatz sind und dass sie dort auf mich warten werden. Und schon war ich auf dem Weg dorthin.
Die Kleinen waren gerade mit einer Kinderachterbahn unterwegs, während meine Gastmama Zuckerwatte und Hotdogs holte. Nachdem sie gegessen hatten, fuhren sie noch mit einem Züglein durch den Rummelplatz.
Da es aber schon dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg und brachten inzwischen Chantells Freunde nach Hause, bevor wir selbst wieder in unser Casa Blanca fuhren.
Während wir spielten, bestellten wir uns auch Getränke und ich bekam einen meiner geliebten Cesar-Salate. (Die anderen aßen Empanadas.) Den Kleinen zuzusehen war einfach köstlich! Sie warfen eher die Kugeln und taten sich ein bisschen schwer. Einige Male stolperte einer von Chantells Freunden und rutschte ein paar Meter auf der Bowlingbahn entlang.
Wir spielten eine Stunde lang und ich bin mir sicher, dass sich nicht nur die Kleinen amüsiert haben!
Während die anderen noch zu den Spielautomaten gingen, drehte ich eine Runde im Plaza Mayor, um mein Handy-Guthaben aufzuladen. Ich sah mich auch ein bisschen wegen einer Bluse um, aber fand keine, die mir gefiel.
Meine Gastmama schrieb mir eine SMS, dass sie jetzt schon am Rummelplatz sind und dass sie dort auf mich warten werden. Und schon war ich auf dem Weg dorthin.
Die Kleinen waren gerade mit einer Kinderachterbahn unterwegs, während meine Gastmama Zuckerwatte und Hotdogs holte. Nachdem sie gegessen hatten, fuhren sie noch mit einem Züglein durch den Rummelplatz.
Da es aber schon dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg und brachten inzwischen Chantells Freunde nach Hause, bevor wir selbst wieder in unser Casa Blanca fuhren.
Tag 179 - 27. Februar
Nach einem kleinen Frühstück brachte mich meine Gastmama zur Tauchschule nahe der Caribbean Mall. Dort waren auch schon ein paar andere Taucher, die das Boot mit den Tanken beluden. Inzwischen suchte ich mir einen passenden Neoprenanzug, Flossen, Taucherbrille mit Schnorchel und anderes Equipment.
Ich fragte dann nach, welchen Teil der Tauchscheinerweiterung wir heute machen würden. Aber da Nancy noch immer krank war und sie diese Ausbildungen immer macht, war das heute nicht möglich. Wir würden zwei „normale“ Tauchgänge machen und wenn es Nancy besser ginge, würden sie mich anrufen und mir Bescheid geben. Aber ich bekam schon einmal das Buch, aus dem ich zuerst einige Kapitel lesen muss bevor ich den Kurs anfangen kann.
Dann ging es auch schon los und wir fuhren mit dem Boot zu einer Tauchstelle, die „Beatro“ heißt.
Die anderen beiden Taucher waren aus Frankreich und machten gerade Urlaub hier. Wir redeten ein bisschen bevor wir in unsere Neoprenanzüge schlüpften und bereiteten die anderen Sachen vor und ließen uns rückwärts ins Wasser fallen. Und das Unterwasserabenteuer begann! Ach ich liebe das Tauchen so sehr. Ich könnte euch stundenlang davon erzählen und ich hätte noch immer nicht alles gesagt. Diese Welt unter der Wasseroberfläche ist so anders, so anziehend. Wir tauchten durch eine Öffnung einer kleinen Insel hindurch, die man nicht sehen kann, wenn man nicht unter Wasser ist.
Arturo zeigte uns eine kleine Unterwasserpflanze, die er ein bisschen rieb und dann kam ein ganzer Fischschwarm um zu fressen. Ich konnte die Handflächengroßen Fische sogar berühren und in einer Art und Weise streichelte ich sie. Es war so unglaublich! Wir tauchten weiter um die Insel herum und verließen das Wasser dann leider.
Wir fuhren wieder in die gleiche Bucht wie immer, aßen dort Sandwiches und Arturo erzählte ein bisschen über die Tauchplätze hier. Er sagte, dass sehr viele Korallen sterben und es vor ein paar Jahren noch ganz anders war. Die Korallen leuchteten damals noch rot und orange, aber jetzt sind sie eher braun und werden immer dunkler, bis sie schließlich absterben. Und es gab auch mehr und mehr verschiedene Fische. Das Wasser ist auch wärmer geworden und das ist einer der Hauptgründe neben der Wasserverschmutzung. Mir tat es einfach so weh, dass wir Menschen das verursachen. Wir zerstören diese wunderschöne Unterwasserwelt!
Als wir dort so in der Bucht saßen und redeten, kam ein anderes Boot mit ein paar Freunden der Franzosen, um diese abzuholen. Wir brachen dann auch auf und fuhren zum „Caribito“, wo wir unseren zweiten Tauchgang machten. Es war einfach atemberaubend (nicht wortwörtlich nehmen).
Arturo zeigte mir eine Art Seegurke, die er ein paar Mal anstubste und die sich dann ganz schnell zusammenzog. Wir tauchten an einem Korallenriff vorbei und auf einmal waren wir in mitten eines Fischschwarmes. Rund um mich herum kleine schimmernde Fische, es war einfach wunderbar und ein unbeschreibliches Gefühl.
Leider war auch dieser Tauchgang viel zu schnell wieder vorbei, und schon waren wir auf dem Weg zurück zur Tauchschule. Dort wuschen wir das ganze Equipment ab und ich versuchte meine Gastmama anzurufen, aber da mein Handy keinen Akku hatte, rief ich vom Festnetz der Tauchschule an. Da sie aber nur selten abhebt, wenn sie die Nummer nicht kennt, hob sie nicht ab und ich versuchte es bei Rafael. Nach mindestens zehn Versuchen meldete er sich und sagte, dass er mich gleich abholen würde.
In der Zwischenzeit fragte ich nach, ob mein Tauchschein schon angekommen war, und tatsächlich; mein Tauchschein war angekommen!!!
Zuhause aß ich zusammen mit Chantell zu Mittag und danach schlief ich eine Runde.
Am Abend brachte meine Gastmama meine Gastoma, Chantell und mich zum Centro Gallego in Lechería, weil mein Rotary Club eine Veranstaltung organisiert hat. Eine „Lachtherapie“! Alleine schon die Idee klang genial für mich, und da ich eingeladen wurde, ging ich noch lieber hin. Ich wusste aber bis zu dem Moment, indem meine Gastmama meine Gastoma und uns dorthin brachte, nicht, dass meine Gastoma mitgehen würde. Einfach weil sie nicht der Typ dafür ist und auch Chantell ist eigentlich zu jung und da es bis spät in die Nacht dauern würde, fand ich es keine gute Idee, aber ich sagte nichts.
Dort angekommen begrüßte ich alle Rotariern meines Gastclubs, während die beiden anderen sich Plätze suchten. Leider besetzten sie aber keinen Platz neben sich für mich, und da der restliche Saal sich immer mehr füllte, bekam ich keinen Platz mehr in den ersten Reihen. Ich unterhielt mich noch mit ein paar anderen Rotariern und zum Glück bekam ich dann noch einen Platz in der zweiten Reihe!
Vor dem Beginn stellte mich Joe noch einer Mama eines Austauschschülers vor, der vor zwei Jahren in Österreich war. Wir redeten noch ein bisschen und ich gab ihr meine Nummer und meine Karte, damit sich ihr Sohn vielleicht einmal bei mir meldet.
Vor der „Therapie“ begrüßten die Rotarier alle und wünschten uns gute Unterhaltung.
Dann kam auch schon der „Therapeut“ auf die Bühne und es ging los! Jeder hatte vorher einen Luftballon bekommen, den wir nun benutzen sollten. Wir wurden aufgefordert uns wie kleine Kinder zu amüsieren und die Ballons in die Luft zu werfen und dann versuchen, dass keiner den Boden berührt. Es haben eigentlich alle mitgemacht, bis auf meine Gastoma und Chantell, die ganz still und leise auf ihren Stühlen gesessen sind und keinen Ton von sich gegeben haben.
Danach machten wir noch ein paar Spiele mit den Ballons und es war die größte Gaude (wie man so schön auf österreichisch sagt)!
Darauf zeigte er uns die verschiedensten Arten von Lachen und wie das das Leben beeinflussen kann. (z.B. man ist fröhlicher, statistisch gesehen wird man weniger krank, usw.)
Das ging noch zwei Stunden so weiter und es war einfach köstlich, am Ende hatte ich Bauchweh vor lauter lachen!!
Am Schluss bedankten sich die Rotarier für die unterhaltsamen Stunden und überreichten dem Vortragenden ein kleines Dankesgeschenk. Es gab dann auch noch eine Tombola, bei der man einen Englischsprachkurs gewinnen konnte. Ich habe zwar nichts gewonnen, aber das war auch okay so.
Die Rotarier stellten dann noch ihre Programme und den Club selbst vor, und ich wurde dann auch extra begrüßt.
Da meine Gastoma und Chantell schon während der Show gegangen waren, brachte mich Joe dann nach Hause.
Ich fragte dann nach, welchen Teil der Tauchscheinerweiterung wir heute machen würden. Aber da Nancy noch immer krank war und sie diese Ausbildungen immer macht, war das heute nicht möglich. Wir würden zwei „normale“ Tauchgänge machen und wenn es Nancy besser ginge, würden sie mich anrufen und mir Bescheid geben. Aber ich bekam schon einmal das Buch, aus dem ich zuerst einige Kapitel lesen muss bevor ich den Kurs anfangen kann.
Dann ging es auch schon los und wir fuhren mit dem Boot zu einer Tauchstelle, die „Beatro“ heißt.
Die anderen beiden Taucher waren aus Frankreich und machten gerade Urlaub hier. Wir redeten ein bisschen bevor wir in unsere Neoprenanzüge schlüpften und bereiteten die anderen Sachen vor und ließen uns rückwärts ins Wasser fallen. Und das Unterwasserabenteuer begann! Ach ich liebe das Tauchen so sehr. Ich könnte euch stundenlang davon erzählen und ich hätte noch immer nicht alles gesagt. Diese Welt unter der Wasseroberfläche ist so anders, so anziehend. Wir tauchten durch eine Öffnung einer kleinen Insel hindurch, die man nicht sehen kann, wenn man nicht unter Wasser ist.
Arturo zeigte uns eine kleine Unterwasserpflanze, die er ein bisschen rieb und dann kam ein ganzer Fischschwarm um zu fressen. Ich konnte die Handflächengroßen Fische sogar berühren und in einer Art und Weise streichelte ich sie. Es war so unglaublich! Wir tauchten weiter um die Insel herum und verließen das Wasser dann leider.
Wir fuhren wieder in die gleiche Bucht wie immer, aßen dort Sandwiches und Arturo erzählte ein bisschen über die Tauchplätze hier. Er sagte, dass sehr viele Korallen sterben und es vor ein paar Jahren noch ganz anders war. Die Korallen leuchteten damals noch rot und orange, aber jetzt sind sie eher braun und werden immer dunkler, bis sie schließlich absterben. Und es gab auch mehr und mehr verschiedene Fische. Das Wasser ist auch wärmer geworden und das ist einer der Hauptgründe neben der Wasserverschmutzung. Mir tat es einfach so weh, dass wir Menschen das verursachen. Wir zerstören diese wunderschöne Unterwasserwelt!
Als wir dort so in der Bucht saßen und redeten, kam ein anderes Boot mit ein paar Freunden der Franzosen, um diese abzuholen. Wir brachen dann auch auf und fuhren zum „Caribito“, wo wir unseren zweiten Tauchgang machten. Es war einfach atemberaubend (nicht wortwörtlich nehmen).
Arturo zeigte mir eine Art Seegurke, die er ein paar Mal anstubste und die sich dann ganz schnell zusammenzog. Wir tauchten an einem Korallenriff vorbei und auf einmal waren wir in mitten eines Fischschwarmes. Rund um mich herum kleine schimmernde Fische, es war einfach wunderbar und ein unbeschreibliches Gefühl.
Leider war auch dieser Tauchgang viel zu schnell wieder vorbei, und schon waren wir auf dem Weg zurück zur Tauchschule. Dort wuschen wir das ganze Equipment ab und ich versuchte meine Gastmama anzurufen, aber da mein Handy keinen Akku hatte, rief ich vom Festnetz der Tauchschule an. Da sie aber nur selten abhebt, wenn sie die Nummer nicht kennt, hob sie nicht ab und ich versuchte es bei Rafael. Nach mindestens zehn Versuchen meldete er sich und sagte, dass er mich gleich abholen würde.
In der Zwischenzeit fragte ich nach, ob mein Tauchschein schon angekommen war, und tatsächlich; mein Tauchschein war angekommen!!!
Zuhause aß ich zusammen mit Chantell zu Mittag und danach schlief ich eine Runde.
Am Abend brachte meine Gastmama meine Gastoma, Chantell und mich zum Centro Gallego in Lechería, weil mein Rotary Club eine Veranstaltung organisiert hat. Eine „Lachtherapie“! Alleine schon die Idee klang genial für mich, und da ich eingeladen wurde, ging ich noch lieber hin. Ich wusste aber bis zu dem Moment, indem meine Gastmama meine Gastoma und uns dorthin brachte, nicht, dass meine Gastoma mitgehen würde. Einfach weil sie nicht der Typ dafür ist und auch Chantell ist eigentlich zu jung und da es bis spät in die Nacht dauern würde, fand ich es keine gute Idee, aber ich sagte nichts.
Dort angekommen begrüßte ich alle Rotariern meines Gastclubs, während die beiden anderen sich Plätze suchten. Leider besetzten sie aber keinen Platz neben sich für mich, und da der restliche Saal sich immer mehr füllte, bekam ich keinen Platz mehr in den ersten Reihen. Ich unterhielt mich noch mit ein paar anderen Rotariern und zum Glück bekam ich dann noch einen Platz in der zweiten Reihe!
Vor dem Beginn stellte mich Joe noch einer Mama eines Austauschschülers vor, der vor zwei Jahren in Österreich war. Wir redeten noch ein bisschen und ich gab ihr meine Nummer und meine Karte, damit sich ihr Sohn vielleicht einmal bei mir meldet.
Vor der „Therapie“ begrüßten die Rotarier alle und wünschten uns gute Unterhaltung.
Dann kam auch schon der „Therapeut“ auf die Bühne und es ging los! Jeder hatte vorher einen Luftballon bekommen, den wir nun benutzen sollten. Wir wurden aufgefordert uns wie kleine Kinder zu amüsieren und die Ballons in die Luft zu werfen und dann versuchen, dass keiner den Boden berührt. Es haben eigentlich alle mitgemacht, bis auf meine Gastoma und Chantell, die ganz still und leise auf ihren Stühlen gesessen sind und keinen Ton von sich gegeben haben.
Danach machten wir noch ein paar Spiele mit den Ballons und es war die größte Gaude (wie man so schön auf österreichisch sagt)!
Darauf zeigte er uns die verschiedensten Arten von Lachen und wie das das Leben beeinflussen kann. (z.B. man ist fröhlicher, statistisch gesehen wird man weniger krank, usw.)
Das ging noch zwei Stunden so weiter und es war einfach köstlich, am Ende hatte ich Bauchweh vor lauter lachen!!
Am Schluss bedankten sich die Rotarier für die unterhaltsamen Stunden und überreichten dem Vortragenden ein kleines Dankesgeschenk. Es gab dann auch noch eine Tombola, bei der man einen Englischsprachkurs gewinnen konnte. Ich habe zwar nichts gewonnen, aber das war auch okay so.
Die Rotarier stellten dann noch ihre Programme und den Club selbst vor, und ich wurde dann auch extra begrüßt.
Da meine Gastoma und Chantell schon während der Show gegangen waren, brachte mich Joe dann nach Hause.
Montag, 1. März 2010
Tag 178 - 26. Februar
Miss Wahl in meiner Schule
Heute stand ich noch ein bisschen früher auf als sonst, weil ich mich noch für die Miss-Wahl in meiner Schule herrichten musste. Nachdem ich also in einem Kleid hinunter in die Küche ging, um zu Frühstücken, sah mich meine Gastoma nur verwundert an. Ich erklärte ihr dann schnell, was heute in der Schule sein wird und sie wünschte mir viel Glück. Rafael brachte Chantell und mich dann in die Schule.
Ich hatte heute keinen Unterricht, weil wir noch für die Show proben mussten und auch einige der Professoren nicht aufgetaucht waren. Aus meiner Klasse waren auch nur ein paar da, weil sie das schon gestern gewusst hatten.
Das Komitee des Abschlussballs hatte ein Treffen mit den Eltern zusammengerufen, bei dem auch die Vertreter der Klassen dabei sein durften. (Ich bin das zwar nicht, aber ich ging mit ein paar Freunden auch dorthin, weil es in einem klimatisierten Klassenzimmer stattfand.) Es wurden einige Zahlen präsentiert und auch ein paar Vorschläge geäußert, was wir noch machen könnten, damit wir noch mehr Geld für die Abschiedsfeier bekommen könnten. Eine Mutter fragte dann, was eigentlich mit den mehr als 50.000 Bolivares (=7500€) geschehen war. Das Komitee gestand darauf, dass eine von ihnen das Geld von einer Rifa zusammengesammelt hatte, aber nicht gleich damit zur Bank gefahren war und es ihr dann gestohlen wurde. Dann ging es aber so richtig los. Auf einmal diskutierten alle Erwachsenen auf einmal und meine Mitschüler versuchten sie zu beruhigen. Dann sprach einer nach dem anderen. Die Eltern waren empört, wie auch wir Schüler, weil das schon im Dezember passiert war, aber die Frau es erst vor einer Woche berichtet hatte und es einfach viel zu viel Geld ist, das uns jetzt fehlt. Einige der Eltern wollten die Frau zur Rede stellen, aber diese traut sich schon nicht mehr aus dem Haus, weil sie so ein schlechtes Gewissen hat und weil alle wissen, dass ihr das Geld gestohlen wurde. Einige gaben der Schule die Schuld an allem und beschimpften die Direktorin und alle Lehrer. Andere bestanden darauf ein neues Komitee zu wählen, weil alles total unorganisiert sei und alle inkompetent seien. Die Eltern stritten sich für zwei (!) lange Stunden, warfen sich die wildesten Beschimpfungen an den Kopf und wenn man nicht gewusst hätte, das es Erwachsene sind, hätte man meinen können, es seien kleine Kinder, die sich um ein Spielzeug streiten.
Zum Glück war das Treffen bald vorbei und ich konnte den streitenden Eltern entkommen. Jedoch gingen die Streitereien am Gang weiter und es nahm einfach kein Ende. Ich verzog mich inzwischen in die Kantine, weil ich es einfach nicht mehr hören konnte, dass sich alle streiten.
Ab Punkt neun hatten wir dann keinen Strom mehr und ich kam vor lauter Hitze fast um. Ein bisschen später begann dann endlich die letze Probe für die Miss-Wahl und die anderen Mädels waren total nervös und fast ausschließlich nur mehr vor dem Spiegel zu finden.
Ich bat inzwischen eine Freundin mit meiner Kamera ein paar Fotos von der Show zu machen, weil ich ja nicht die Möglichkeit dazu haben werde.
Dann ging es auch schon los und wir gingen zum hinteren Teil des Turnsaales, wo sich auch die Bühne befand.
Als die Musik losging, hatte ich dann schon ein bisschen einen Bammel!! Aber es lief alles perfekt, ich hatte mir alle Schritte gemerkt und es war einfach nur lustig. Zuerst gingen wir in der Gruppe nach vorne, dann in Dreiergruppen und dann zusammen in Schlangenlinien über die ganze Bühne. Danach musste jeder alleine gehen und nebenbei wurden Hobbies und Eigenschaften über einen vorgelesen. (Bei mir kam natürlich, dass ich Österreicherin und Austauschschülerin bin und dass ich blaue Augen habe).
Dann war die Show auch schon vorbei und die Preise bzw. die Titel wurden verliehen. Genesis gewann den „Beste Freundin“-Titel.
Dann wurde noch zwischen Unter- und Oberstufe unterschieden, und in beiden Kategorien gewannen Mädels, die ich nicht wirklich kannte, aber die es wirklich verdient hatten, weil ihre Fans am lautesten waren.
Alles im allen war es eine total schöne und lustige Erfahrung und ich würde es sofort wiedermachen.
Am Nachmittag rief mich noch Arturo von der Tauchschule an und sagte mir, dass ich morgen tauchen gehen kann.
Anna rief mich dann auch noch an und wir redeten fast vier Stunden lang, bis das Guthaben beider Handys aufgebraucht war.
Heute stand ich noch ein bisschen früher auf als sonst, weil ich mich noch für die Miss-Wahl in meiner Schule herrichten musste. Nachdem ich also in einem Kleid hinunter in die Küche ging, um zu Frühstücken, sah mich meine Gastoma nur verwundert an. Ich erklärte ihr dann schnell, was heute in der Schule sein wird und sie wünschte mir viel Glück. Rafael brachte Chantell und mich dann in die Schule.
Ich hatte heute keinen Unterricht, weil wir noch für die Show proben mussten und auch einige der Professoren nicht aufgetaucht waren. Aus meiner Klasse waren auch nur ein paar da, weil sie das schon gestern gewusst hatten.
Das Komitee des Abschlussballs hatte ein Treffen mit den Eltern zusammengerufen, bei dem auch die Vertreter der Klassen dabei sein durften. (Ich bin das zwar nicht, aber ich ging mit ein paar Freunden auch dorthin, weil es in einem klimatisierten Klassenzimmer stattfand.) Es wurden einige Zahlen präsentiert und auch ein paar Vorschläge geäußert, was wir noch machen könnten, damit wir noch mehr Geld für die Abschiedsfeier bekommen könnten. Eine Mutter fragte dann, was eigentlich mit den mehr als 50.000 Bolivares (=7500€) geschehen war. Das Komitee gestand darauf, dass eine von ihnen das Geld von einer Rifa zusammengesammelt hatte, aber nicht gleich damit zur Bank gefahren war und es ihr dann gestohlen wurde. Dann ging es aber so richtig los. Auf einmal diskutierten alle Erwachsenen auf einmal und meine Mitschüler versuchten sie zu beruhigen. Dann sprach einer nach dem anderen. Die Eltern waren empört, wie auch wir Schüler, weil das schon im Dezember passiert war, aber die Frau es erst vor einer Woche berichtet hatte und es einfach viel zu viel Geld ist, das uns jetzt fehlt. Einige der Eltern wollten die Frau zur Rede stellen, aber diese traut sich schon nicht mehr aus dem Haus, weil sie so ein schlechtes Gewissen hat und weil alle wissen, dass ihr das Geld gestohlen wurde. Einige gaben der Schule die Schuld an allem und beschimpften die Direktorin und alle Lehrer. Andere bestanden darauf ein neues Komitee zu wählen, weil alles total unorganisiert sei und alle inkompetent seien. Die Eltern stritten sich für zwei (!) lange Stunden, warfen sich die wildesten Beschimpfungen an den Kopf und wenn man nicht gewusst hätte, das es Erwachsene sind, hätte man meinen können, es seien kleine Kinder, die sich um ein Spielzeug streiten.
Zum Glück war das Treffen bald vorbei und ich konnte den streitenden Eltern entkommen. Jedoch gingen die Streitereien am Gang weiter und es nahm einfach kein Ende. Ich verzog mich inzwischen in die Kantine, weil ich es einfach nicht mehr hören konnte, dass sich alle streiten.
Ab Punkt neun hatten wir dann keinen Strom mehr und ich kam vor lauter Hitze fast um. Ein bisschen später begann dann endlich die letze Probe für die Miss-Wahl und die anderen Mädels waren total nervös und fast ausschließlich nur mehr vor dem Spiegel zu finden.
Ich bat inzwischen eine Freundin mit meiner Kamera ein paar Fotos von der Show zu machen, weil ich ja nicht die Möglichkeit dazu haben werde.
Dann ging es auch schon los und wir gingen zum hinteren Teil des Turnsaales, wo sich auch die Bühne befand.
Als die Musik losging, hatte ich dann schon ein bisschen einen Bammel!! Aber es lief alles perfekt, ich hatte mir alle Schritte gemerkt und es war einfach nur lustig. Zuerst gingen wir in der Gruppe nach vorne, dann in Dreiergruppen und dann zusammen in Schlangenlinien über die ganze Bühne. Danach musste jeder alleine gehen und nebenbei wurden Hobbies und Eigenschaften über einen vorgelesen. (Bei mir kam natürlich, dass ich Österreicherin und Austauschschülerin bin und dass ich blaue Augen habe).
Dann war die Show auch schon vorbei und die Preise bzw. die Titel wurden verliehen. Genesis gewann den „Beste Freundin“-Titel.
Dann wurde noch zwischen Unter- und Oberstufe unterschieden, und in beiden Kategorien gewannen Mädels, die ich nicht wirklich kannte, aber die es wirklich verdient hatten, weil ihre Fans am lautesten waren.
Alles im allen war es eine total schöne und lustige Erfahrung und ich würde es sofort wiedermachen.
Am Nachmittag rief mich noch Arturo von der Tauchschule an und sagte mir, dass ich morgen tauchen gehen kann.
Anna rief mich dann auch noch an und wir redeten fast vier Stunden lang, bis das Guthaben beider Handys aufgebraucht war.
Tag 177 - 25. Februar
Probe für morgige Miss-Wahl
Heute in der Schule gab es von neun bis zwölf keinen Strom und es wurde sooo heiß, und ich fühlte mich wie in einer riesengroßen Sauna. Weil wir eben keinen Strom hatten, kamen auch die meisten Lehrer nicht und wir saßen am Gang und fadisierten uns.
Dann holte mich aber Genesis zur Probe für die morgige Königinnen Wahl in der Schule. (Jede Klasse hatte ja eine Königin gewählt und morgen würde die Königin der Schule gewählt werden. Ich bin zur Königin meiner Klasse auserkoren worden.)
Die Probe fand im Erdgeschoss der Schule in einem kleinen Konferenzzimmer statt, in dem es einigermaßen kühl war. (Bzw. kühler als sonst wo in der Schule). Die anderen stellten sich schon auf, nur ich wusste nicht wo mein Platz war, weil ich gestern nicht hier bei der Probe war. Dieses Problem war aber schnell gelöst und ich hatte meinen Platz und merkte mir auch gleich alle Schritte.
Die anderen Mädchen besprachen dann was sie morgen anziehen werden, ich stand nur neben und dachte mir: die Probleme möchte ich auch haben! (Später am Abend hatte ich sie aber auch, als ich meinen Kleiderschrank durchwühlte.)
Am Nachmittag rief ich wiedermal bei der Tauchschule an, ob ich nicht am Wochenende tauchen gehen könnte. Arturo (ihm gehört die Tauchschule) klang nicht sehr optimistisch und deswegen hatte ich das tauchen für dieses Wochenende wieder aus meinem Kopf gestrichen.
Der Nachmittag verlief relativ unspektakulär, ich half Chantell mit ihren Hausaufgaben und bereitete ein Kleid für den morgigen Tag vor.
Heute in der Schule gab es von neun bis zwölf keinen Strom und es wurde sooo heiß, und ich fühlte mich wie in einer riesengroßen Sauna. Weil wir eben keinen Strom hatten, kamen auch die meisten Lehrer nicht und wir saßen am Gang und fadisierten uns.
Dann holte mich aber Genesis zur Probe für die morgige Königinnen Wahl in der Schule. (Jede Klasse hatte ja eine Königin gewählt und morgen würde die Königin der Schule gewählt werden. Ich bin zur Königin meiner Klasse auserkoren worden.)
Die Probe fand im Erdgeschoss der Schule in einem kleinen Konferenzzimmer statt, in dem es einigermaßen kühl war. (Bzw. kühler als sonst wo in der Schule). Die anderen stellten sich schon auf, nur ich wusste nicht wo mein Platz war, weil ich gestern nicht hier bei der Probe war. Dieses Problem war aber schnell gelöst und ich hatte meinen Platz und merkte mir auch gleich alle Schritte.
Die anderen Mädchen besprachen dann was sie morgen anziehen werden, ich stand nur neben und dachte mir: die Probleme möchte ich auch haben! (Später am Abend hatte ich sie aber auch, als ich meinen Kleiderschrank durchwühlte.)
Am Nachmittag rief ich wiedermal bei der Tauchschule an, ob ich nicht am Wochenende tauchen gehen könnte. Arturo (ihm gehört die Tauchschule) klang nicht sehr optimistisch und deswegen hatte ich das tauchen für dieses Wochenende wieder aus meinem Kopf gestrichen.
Der Nachmittag verlief relativ unspektakulär, ich half Chantell mit ihren Hausaufgaben und bereitete ein Kleid für den morgigen Tag vor.
Tag 176 - 24. Februar
Heute musste bzw. konnte ich nicht in die Schule gehen, weil weder Karen noch meine Gastmama noch sonst jemand uns in die Schule bringen und abholen konnten.
Nachdem ich mich ausgeschlafen hatte, gab es auch bald Mittagessen und ein bisschen später ging ich wieder zum Kurs an der Universität.
Nachdem ich mich ausgeschlafen hatte, gab es auch bald Mittagessen und ein bisschen später ging ich wieder zum Kurs an der Universität.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Tag 175 - 23. Februar
Heute hatten wir nur ein paar Stunden in der Schule, deswegen durften wir alle früher nach Hause gehen. Am Nachmittag war ich wieder auf der Universität beim Kurs und danach holten mich Daniel und David ab und wir fuhren ins Fitnesscenter. Ich werde morgen so einen Muskelkater haben, weil ich schon so lange nichts mehr gemacht habe.
Als ich zurückgekommen bin, plauderte ich noch ein bisschen mit meiner Gastmama und fragte sie, ob sie nicht ein gutes Wort bei ihrer Schwester in Valencia einlegen könnte, damit ich sie einmal besuchen könnte. Sie sagte, dass sie da gar nicht zu fragen braucht, weil ihre Schwester sicher überglücklich ist, dass ich überhaupt kommen möchte.
Als ich zurückgekommen bin, plauderte ich noch ein bisschen mit meiner Gastmama und fragte sie, ob sie nicht ein gutes Wort bei ihrer Schwester in Valencia einlegen könnte, damit ich sie einmal besuchen könnte. Sie sagte, dass sie da gar nicht zu fragen braucht, weil ihre Schwester sicher überglücklich ist, dass ich überhaupt kommen möchte.
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