Freitag, 18. Juni 2010

Tag 239 - 28. April - Salinas de Araya - Playa

Salinas de Araya - Playa

Heute sind wir am Vormittag zu den Salinas de Araya gefahren. Das ist eine kleine Salzfabrik, die aber zum Größten Teil stillgelegt wurde. Die Salzfabrik lag an einem kleinen Salzteich, der extrem türkis schimmerte.


Am Ufer waren einige Geräte und auch ein großer Berg unbearbeitetes Salz. Danach fuhren wir auch wieder zurück zur Herberge und gingen von dort aus zum Strand, von wo aus wir in kleinen Booten zu einem anderen Strand fuhren. Dort gab es leider nicht viel, aber zum Glück ein bisschen Schatten, denn mir ging es wegen der Bootsfahrt nicht so gut.
Erst am späten Nachmittag fuhren wir zurück, aßen zu Abend und ich legte mich dann mit einem Schüttelfrost ins Bett und versuchte zu Schlafen.

Tag 238 - 27. April - Peninsula de Araya

Peninsula de Araya

Heute in der Früh paxkten wir wiedermal alle unsere Sachen in den Autobus und machten uns auf den Weg zur Halbinsel Araya. Wir fuhren den ganzen Vormittag, nur zu Mittag stoppten wir um eine Kleinigkeit zu essen. Danach fuhren auch weiter und erst am Abend kamen wir in der Herberge an. Dort bezogen wir unsere Zimmer und wir alle waren total erschöpft vom Tag im Bus. Das Abendessen war auch nicht der Hammer und deswegen beschlossen wir alle noch einmal früh schlafen zu gehen.

Tag 237 - 26. April - Puerto la Cruz – Playa el Faro - Chilltag

Puerto la Cruz – Playa el Faro - Chilltag

Heute Morgen kamen wir in Puerto La Cruz an. Die Nacht im Bus war doch nicht so schlimm gewesen, wie die letzte. Es gab auch gleich Frühstück und danach ins Hotel, das in der Nähe des Paseo Colons ist. Carlos schlug vor, dass wir uns bis zu Mittag ausruhen sollten und danach könnten wir zum Strand gehen. Da es mir nicht so gut ging und ich auch hier alle Strände schon kannte, blieb ich den ganzen Tag im Hotel um Schlaf nachzuholen und um am Pool mit den anderen zu quatschen.
Am Abend trafen wir uns mit den Strand-Gängern wieder und aßen dann noch ein kleines Eis am Paseo Colon. Dort verkauften einige Leute selbstgemachten Schmuck und andere kleine Handwerke. Um neun mussten wir aber wieder auf unsere Zimmer und Carlos kam und schloss uns mit dem Klebeband ein.

Tag 236 - 25. April - Caracas – El Avila - Sambil

Caracas – El Avila - Sambil

Heute fuhren wir zum Avila in Caracas. (=Der Berg mitten in der Stadt). Dieses Mal mussten wir kaum an der Kassa noch vor der Sicherheitskontrolle anstehen.


Als wir oben ankamen, konnten wir leider nicht die Stadt überblicken, weil wir in eine riesige Nebelwolke eingedeckt waren.Vorher hatte ich noch gemerkt, dass die Hauptstraße für Autos gesperrt war und viele Radfahrer und Läufer unterwegs waren. (Wie man mir später erklärte, wird das hier jeden Sonntag so gemacht). Wir gingen ein bisschen am Avila herum, durften aber nicht mit den Jeeps zu dem kleinen Dorf fahren. Zu Mittag gab es dann Arepas, die aber nicht wirklich gut waren. Es gab auch eine Eislaufbahn, ich wollte es zuerst ja machen, aber entschied mich dann doch dagegen, weil mit mein Allerwertester noch immer weh tat. Julia und ich gingen eine Runde, aßen leckere Erdbeeren mit Schlag und schon war es Zeit, zurückzugehen.


Wir fuhren in der Seilbahn (aus Österreich) wieder hinunter und mit dem Bus weiter ins Einkaufszentrum Sambil. Dort kauften wir uns für später Tickets fürs Kino. Wir schlenderten noch ein bisschen herum und Julia und ich hatten Glück noch Wasser kaufen zu können, denn es war im ganzen Sambil ausverkauft.
Zusammen mit Anna ging ich in mein geliebtes Hard Rock Cafe, wo ich ein T-Shirt für mich und meine Schwester kaufte. Und auch noch die VIP-Karte mit dem man -10% auf alles bekommt.
Danach trafen wir uns alle zum Abendessen und Carlos teilte uns alles unser Essensgeld aus und wir konnten uns selbst etwas suchen. Gleich danach fing auch schon der Film an, wobei ich wiedermal den Namen auf Deutsch nicht weiß. Der Film gefiel den meisten nicht so gut, auch wenn ich ihn nicht mal so schlecht fand.
Das Sambil in Caracas ist auch das größte in ganz Venezuela, es besteht aus 6 Stockwerken, wobei jedes so groß ist wie die Innenstadt von Leoben.
Nach dem Film ging es einigen nicht so gut; mehr wie ein Drittel der Leute hatte Durchfall oder mussten sich in regelmäßigen Abstand übergeben.
Wir schlugen daher vor eine Nacht länger in Caracas zu bleiben, aber der Vorschlag wurde leider nicht angenommen und so machten wir und auf den Weg nach Puerto La Cruz.

Tag 235 - 24. April - Los Roques

Los Roques

Das Paradies auf Erden

Heute standen wir kurz vor vier in der Frühe auf, weil wir uns schon eine halbe Stunde später in der Hotellobby treffen wollten. Ich war vollkommen munter (auch nach nur zwei Stunden Schlaf) und freute mich schon total auf unserem Tagesausflug zu dem Archipel-Nationalpark „Los Roques“, nördlich von Caracas im karibischen Meer gelegen. In Taxis fuhren wir zum nationalen Flughafen Maiquetia. Wir mussten noch ein paar Formulare ausfüllen, weil wir ja hinfliegen würden und auch noch zusätzlich ein paar Bolivares an Taxen zahlen mussten. Nathan und Anja hatten zu spät bezahlt und konnten somit nicht mit uns mitfahren. Wir anderen 15 Austauschschüler fuhren mit einem kleinen Bus zum Flugplatz, wo uns schon eine noch kleinere Propellermaschine erwartete. Als wir einstiegen, wussten wir auch schon warum Anja und Nathan nicht mitkommen konnten: es gab in der Maschine nur 15 Sitzplätze plus die beiden der Piloten. Es war noch immer finster als wir abhoben, aber während des Fluges ging die Sonne am Horizont auf. Es war wirklich wunderschön und nach einer halben Stunde war es schon hell und wir konnten unter uns im Meer kleine Inselchen und Riffe erkennen, die durchs Wasser leuchteten. Nach weiteren zehn Minuten setzten wir zum Landeanflug an; wir sanken und sanken immer weiter bis wir nur mehr wenige Meter über der Wasseroberfläche waren. Erst kurz vor dem Aufsetzten der Maschine sah ich unter uns die Landebahn. Die Piloten mussten ordentlich bremsen, denn sonst wären wir am Ende der Landebahn wieder ins Wasser gefahren.
Nach dem Aussteigen machten wir noch ein Foto mit den Piloten und bedankten uns für den guten Flug.


Danach mussten wir noch Eintritt in den Nationalpark zahlen und schon wurden wir von unseren Reiseführern empfangen. Sie ließen uns eine Weile Zeit um zu Frühstücken und um uns ein bisschen auf der Hauptinsel „Gran Roque“ umzusehen. Nach einer Arepa, gingen wir ein bisschen durch das Städtchen. Viel gab es zwar nicht außer ein paar kleinen Restaurants, Hotels, Souvenirshops und Tauchschulen. In nur 20 Minuten hatten wie alles angeschaut und schon war es Zeit zum Treffpunkt zu gehen. Wir fuhren alle in einem Boot mit Dach (zum Glück, denn die Sonne hier ist unerbärmlich) und unsere Reiseführer erzählten uns ein bisschen über die Inselchen. Wir konnten uns aussuchen, ob wir zuerst zu einem Plätzchen fahren, wo es Seesterne oder Schildkröten gibt. Wir entschieden uns zuerst die Schildkröten aufzusuchen. Wir „parkten“ das Boot nahe einer kleinen Insel und hielten nach den Tieren Ausschau. Immer und immer wieder tauchten sie auf, aber man konnte nur ihre Köpfchen sehen. Nach der Reihe sprangen wir ins Wasser und ich schnorchelte ein bisschen herum, weil ich unbedingt eine Schildkröte Unterwasser sehen wollte. Und dann wirklich sah ich eine 40-50cm große Schildkröte, die elegant durchs Wasser glitt. Ich schwamm ihr eine Weile nach, aber leider war sie schneller als ich. Gleich danach fuhren wir mit dem Boot weiter zum Seesternenplätzchen. Wir fuhren vorbei an vielen kleinen Inseln und Riffen, wir sahen kaum Boote und Menschen. Es war einfach idyllisch. Als ich merkte, dass wir langsamer wurden, suchte ich das Wasser ab. Es war kristallklar und ich entdeckte viele, viele Salatschüsselgroße Seesterne, die sich mit ihren orangenen Farben richtig vom weißen Sandboden abhoben. Wieder hüpften wie aus dem Boot und unsere Begleiter machten Fotos von uns und den wunderschönen Seesternen.


Frida und ich hatten uns am Gran Roque eine Unterwassereinwegkamera gekauft und machten damit jetzt einige Aufnahmen. Ich schnorchelte noch eine Runde und gesellte mich dann wieder zu den anderen. Wir fuhren dann weiter zu einem anderen Strand wo wir über vier Stunden bleiben sollten.
Auf der Insel gab es einige Hütten, Boote und jede Menge hungriger Pelikane, die sich immer wieder ins Wasser stürzten, um Fische zu fangen. Die Sonne brannte vom Himmel, aber zum Glück gab es schattenspendende Schirme und mehr oder weniger bequeme Stühle und Liegen. Essen und Trinken war inklusive; es gab sogar ein paar Cocktails, die uns unsere Reiseführer zubereiteten.
Bald machten wir uns alle mit Taucherbrillen und Schnorcheln auf und marschierten gute 20 Minuten am Strand der Insel herum. Kurz bevor wir ankamen wurde der Weg von Handballgroßen, weißen Schnecken gesäumt und am Ende gab es einen riesigen Berg voll mit Schnecken. Unser Reiseführer sagte uns, dass wir keine mitnehmen sollten, weil wir Probleme beim Zoll haben könnten. Als wir alle beisammen waren, gingen wir ins Wasser und schnorchelten in einer Reihe unserem Reiseführer nach. Die Wellen waren sehr hoch und es war daher schwer voranzukommen, vor allem wenn man keine Flossen hat. Aber was sich uns Unterwasser bot war einfach unbeschreiblich schön!!! So viele Riffe, verschiedenste bunte Fische, Unterwasserpflanzen! Eine Welt für sich! Wie gerne wäre ich hier Tauchen gegangen. Wir schnorchelten noch eine halbe Stunde weiter vor uns hin und immer sah ich neue Dinge, die mich einfach faszinierten. Danach fragte Anna, ob es hier in der Nähe Haie gäbe. Unser Begleiter sagte uns, dass es ganz in der Nähe einen Platz geben würde, wo es 6-Meter lange Haie wie Hammerhaie, Katzenhaie und noch eine andere Haiart geben würde. Es wurde auch vor kurzem ein Taucher von ihnen gefressen und es ist daher nicht wirklich sicher dorthin tauchen oder schnorcheln zu gehen. Ich wollte trotzdem extrem gerne dorthin, aber die anderen weigerten sich.
Als wir wieder bei unseren Sonnenschirmen zurück waren, gab es auch schon Mittagessen. Es gab leckeren Fisch mit Miniarepas und frischen Fruchtsaft.


Ich beschloss noch einmal schnorcheln zu gehen. Es gab aber außer einem großen Fischschwarm mit kleinen Fischen nichts Aufregendes zu sehen. Ich wollte schon wieder hinausgehen als auf einmal einen 2 Meter langen Fisch unter mir auftauchte. Ich wollte ihm nachschwimmen, schaffte es aber nicht, weil er einfach viel zu schnell war. Um kurz nach drei packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren weiter zu einer anderen Insel. Am Weg dorthin sahen wir eine kleine Insel, die vielleicht 10-15m² groß war und wirklich nur aus Sand bestand. Wir machten ein Gruppenfoto und konnten dann schwimmen gehen. Nathan und Anja mussten schon zurück zur Hauptinsel, weil ihr Flieger schon früher als der unsrige ging. Anna, Julia und ich ging es aber nicht so gut und so fuhren wir mit zurück. Dort setzten wir uns in den Schatten. Ich merkte schon, dass ich einen Sonnenstich hatte und auch einen kleinen Sonnenbrand am Allerwertesten, weswegen ich nicht sitzen konnte. Eine halbe Stunde später kamen die anderen und schon mussten wir das Paradies mit dem Flugzeug wieder verlassen. Als wir in Caracas landeten, wartete schon Carlos auf uns mit dem Bus. Zurück im Hotel legte ich mich nur mehr hin und versuchte zu schlafen, auch Svenja hatte ein bisschen zu viel Sonne abbekommen. Irgendwie schlief ich dann ein und hoffte, dass es bald besser werden würde.

Samstag, 29. Mai 2010

Tag 234 - 23. April - Hacienda de Santa Teresa

Hacienda de Santa Teresa

Gleich in der Früh mussten wir in den Bus, weil wir uns auf den Weg nach Caracas machten. Zu Mittag gab es Fastfood und schon ging es weiter. Nach ein paar weiteren Stunden im Bus blieben wir bei der Rumfabrik „Santa Teresa“ stehen. Dort wird der beste Rum Venezuelas hergestellt.


Als wir ausstiegen begrüßte uns schon einer der Angestellten in Anzug und Fliege und erzählte uns etwas über die Geschichte der Fabrik. Wir marschierten dann über eine Wiese und kamen beim Verkaufsstand an, wo wir aber nichts kaufen durften. Danach fuhren wir alle in einem offenen Bus über das Gelände, wo uns auch einige Gebäude und originale Maschinen aus der Zeit gezeigt wurden, in der die Fabrik gegründet worden war. Wir fuhren vorbei an den Zuckerrohrplantagen und unser Reiseführer erklärte uns, dass hier pro Minute 300 Flaschen Rum hergestellt werden. In einem speziellen Lagerraum konnten wir Holzfässer sehen, die man für teures Geld kaufen konnte und dann bekam man so viele Flaschen Rum mit Etiketten, auf die man schreiben konnte was man wollte, wie man wollte. Einige großen Firmen wie Autohändler und sämtliche venezolanische Banken und wichtige Politiker besitzen welche.
Danach gingen wir in ein kleines Museum, das einmal das Haus eines Deutschen war, der hier alles gegründet hatte. Es wurde ein kurzer Film gezeigt und danach durften wir alle bei einer Verkostung teilnehmen. Es gab sechs verschiedene Rumsorten, doch keine einzige schmeckte mir.
Später im Shop durften wir uns Rum kaufen, die aber danach gleich eingesammelt wurden und die wir erst am Ende der Reise wiederbekommen würden. Ich kaufte mir nur einen Pin für meinen Rotary Blazer.


Nachdem wir den restlichen Nachmittag im Bus verbracht hatten, kamen wir am Abend in Caracas im Hotel an. Morgen würden wir nach Los Roques fliegen, aber da nicht alle mitfuhren, mussten wir uns mit denen die fuhren zusammen in ein Zimmer legen, damit wir die anderen in der Früh nicht aufwecken würden. Wir blödelten aber noch bis spät in die Nacht herum und hatten dann ungefähr zwei Stunden geschlafen, bevor wir wieder aufstehen mussten.

Tag 233 - 22. April - Tour in Booten zu den Cayos von Morocoy – Chichiriviche

Tour in Booten zu den Cayos von Morocoy – Chichiriviche

Heute sind wir wieder zu dem kleinen Strand gegangen und in kleinen Booten weggefahren. Wir fuhren zu verschiedenen Plätzchen, unter anderem zu einem Naturpool, dessen Wasser kristallklar war. Dort haben Ian und ich Austern gegessen, die echt lecker waren.


Danach sah ich beim Schnorcheln einen Kugelfisch, der größer war als ein Fußball. Er blähte sich auf, weil wir ihm immer nachschwammen und ihn genauer beobachten wollten.


Wir fuhren dann wieder weiter zu ein paar anderen schönen Stellen, bis wir bei einer Insel hielten und wir dort den Nachmittag verbringen sollten. Einige kletterten auf Palmen und versorgten uns somit mir leckeren, frischen Kokosnüssen.
Das Schnorcheln hier war einfach spitze, etwas weiter draußen gab es ein spektakuläres Riff mit wunderschönen Fischen. Nach einer halben Stunde war mir die Sonne aber zu viel und ich setzte mich in den Schatten einer Palme.
Ein paar Strand-Masseure waren dann um uns, die meisten gaben kleine Proben, aber sie waren einfach nicht gut. Deswegen ließen wir es dann auch bleiben.
Zu Mittag mussten wir für uns selbst sorgen, aber auf der kleinen Insel gab es nur eine noch kleine Hütte, wo Essen verkauft wurde. Es gab aber kein Hühnchen, keinen Fisch und auch kein Fleisch, sondern nur mehr Platanos und Shrimps. (Für mich kein Problem, aber es gab welche unter uns, die nichts essen, das aus dem Meer kommt.)
Am Strand war es echt herrlich mit den Palmen, dem türkisen Wasser und dem weißen, feinen Sand. Der schönste Strand den ich bis jetzt gesehen hatte!


Kurz vor Sonnenuntergang holten uns die Boote wieder ab und gleich wie gestern gesellten wir uns alle in den Pool, während wir warteten bis das Essen fertig werden würde, das die Amerikaner in der Zwischenzeit zubereiteten. Zuerst dachten wir alle, wir würden heute bei McDonald’s essen, aber es gab dann leckere Makkaroninudeln, Sandwiches mit Speck bzw. Ei für die Vegetarianer und einen Salat. Man muss schon sagen, dass das Essen wirklich extrem lecker war und viel besser als so manch anderes Essen.
Am Abend gab es noch eine Party, bei der uns Sara zeigte wie man in Brasilien Samba tanzt. Ich blieb aber nicht lange draußen, weil es so viel Gelsen gab, die mich zum Fressen gern hatten.