Dienstag, 22. Juni 2010

Tag 259 - 18. Mai

Heute in der Schule rief mich meine zukünftige Gastschwester Maria Teresa an und sagte, dass sie mich heute um 12 zu Mittag bei mir abholen werden. Ich freute mich zwar riesig, musste ihr aber gestehen, dass ich noch keinen einzigen Koffer gepackt hatte, weil ich zuerst auf das „Ja“ der Gastfamilie haben wollte, das sie mich abholen würden. Es war aber überhaupt kein Problem, und sie werden mich dafür morgen am Nachmittag holen würden.
Zuhause dann, fing ich an meine sieben Zwetschgen zusammenzupacken, was sich aber als nicht sehr einfach herausstellte. Ich suchte zuerst mal im ganzen Hause meine Sachen zusammen und entleerte dann meinen Kleiderschrank in den Koffer.


Am Abend rief mich meine neue Gastmama an, weil sie ein paar Sachen mit mir zu besprechen hatte. Da sie wirklich am anderen Ende von allem wohnen, nämlich in Guanta (ungefähr eine Stunde von meinem Noch-Zuhause entfernt, aber auch nur weil immer so viel Verkehr ist), können sie mich nicht mehr zu meiner jetzigen Schule bringen. Ich erklärte ihr, dass ich sowieso nur mehr bis Mitte Juni Unterricht hätte, aber in den Juni-Wochen wären die ganzen Examen und die muss ich eh nicht mitschreiben. Deswegen blieben mir noch zwei Wochen so in der Schule, in denen wir nichts mehr machen werden. Sie wollte mich zuerst in der Schule meiner gleichaltrigen Gastschwester einschreiben, aber das ging nicht, weil die Schule während des Jahres keine neuen Schüler aufnimmt. Und meine kleine Gastschwester geht noch auf die Volksschule, wo ich auch nicht als Schüler hingehen kann. Aber sie hat mit den Lehrern dort gesprochen, und wenn ich möchte, kann ich dort als „Hilfs“-Lehrer und Englischlehrer mithelfen. Ich war total begeistert von der Idee, weil ich so auch ein bisschen was anderen sehen und erleben würde.

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